Abbau im Innendienst
Mit der Veröffentlichung des aktuellen Semesterergebnisses kündigte die National Versicherung auch den Abbau von 140 Vollzeitstellen an. Damit wird die geplante Straffung der Geschäftsleitungsbereiche fortgesetzt.
In den nächsten 15 Monaten soll die Zahl der im Innendienst Beschäftigten somit um 15 Prozent verringert werden. Sabrina Pagnetti, Leiterin Information & Kommunikation der National Versicherung, erklärt, dass rund 13 Prozent der betroffenen Stellen durch natürliche Fluktuation abgebaut werden sollen.
Dadurch kann die Zahl der Kündigungen möglichst gering gehalten werden. "Der Abbau wird alle Stufen und Bereiche im Innendienst betreffen," ergänzt Pagnetti.
Ziel ist es, die Ertragslage der National Versicherung zu verbessern. Eric Güller von Credit Suisse sieht einen gewissen Nachholbedarf bei der National: "Im Gegensatz zur Konkurrenz ist die National Versicherung zwar von aussergewöhnlichen Situationen verschont geblieben. Aber die Eigenkapitalrendite ist seit Jahren mit durchschnittlich rund vier Prozent sehr niedrig. Da gibt es einen gewissen Nachholbearf bei der Kostenstruktur und das bedeutet in der Regel eben Arbeitsplatzabbau."
Die zunehmende Automatisierung von Arbeitsabläufen ermöglicht es, den Innendienst bei Versicherungen immer schlanker zu gestalten. Gesucht werden daher derzeit eher Mitarbeiter im Aussendienst. Das bestätigten auch grosse Versicherungsgesellschaften gegenüber eFinancialCareers.ch.